Ob niedliches Stubsnäschen oder eher etwas größer, knubbeliger oder kantiger gewachsen – die Nase prägt unser Gesicht.
Ist sie nicht ganz ideal geformt, haben vor allem Brillenträger gute Ausgleichsmöglichkeiten. Wir zeigen Ihnen, wie Farbe, Form und Material der Brille die Nasenproportion beeinflussen.

Die eigene Nase hat man stets vor Augen und so mancher ärgert sich über Form, Länge und Verlauf seines Riechorgans. Die gute Nachricht ist: Brillenträger können durch eine geschickt gewählte Brillenvariante unliebsame Proportionen ausgleichen.
Denn die Form und die Stegvariante einer Brille beeinflussen optisch die Nasenform, den -verlauf und die -länge.

Auf was sollten Sie also unbedingt achten?

1. Nasenlänge
2. Breite des Nasenrückens, der Nasenwurzel und der Spitze
3. Verlauf der Nase – gibt es Knicks oder Knubbel?

Probieren Sie zunächst verschiedene Stegvarianten und vergleichen das Ergebnis mit Ihren Proportionen. Wirkt die Nase länger oder kürzer, schmaler oder breiter? Wo schaut man hin? Wird ein Knick betont oder verdeckt der Steg diesen sogar?
Im Folgenden möchte ich Ihnen ein paar Vergleiche zeigen, um Ihre Wahrnehmung zu erweitern und damit Sie sich künftig mit noch fachkundigeren Augen anschauen:

Beispiel 1: Hoher Steg: nichts für Langnasen

 

 

 

 

 

Der hochgezogene Schlüssellochsteg streckt die Nase. Für lange Nasen ist diese Variante ungünstig, bei unserem Modell grenzwertig – auch wenn die optische Verlängerung von seiner kräftigeren Nasenspitze ablenkt.

Beispiel 2: Mit Farbe und Form Akzente setzen

Das grobe Material sowie die Breite des Steges wirken optisch sehr schwer und verkürzen die Nase. Die Nasenspitze wirkt mit einem Mal knubbliger.

 

Nicht nur die Form und Verlauf des Steges beeinflussen, sondern auch die Farbwahl:
Der Hingucker liegt bei dieser Fassung eindeutig auf dem farblich dominanten und breiten Steg. Dies wirkt im Gesicht unseres Modells härter.

 

Obwohl diese Fassung eigentlich etwas zu dunkel ist, liegt der Hingucker nicht mehr auf der Nase, da es keinen optischen Anziehungspunkt mehr gibt. Die Stegbreite ist passend.

Beispiel 3: Achtung bei rahmenlosen Modellen

Viele Kunden sind der Meinung, dass rahmenlose Fassungen unsichtbar sind. Doch auch diese transparenten Brillen besitzen einen Steg, der zwar häufig dezent ist, hier bei unserem Model die Nase aber ungemein verlängert. Im Vergleich dazu wird die Nase durch den farblich und proportional passenden Steg der unteren Fassung ins rechte Licht gerückt.

Mein Tipp:
Durch den Vergleich der verschiedenen Steg- und Formvarianten schärfen Ihre Beobachtung und Wahrnehmung. Sie werden unabhängiger von der Meinung anderer, denn Sie können nicht in jedem Brillengeschäft von einer typgerechten Beratungskompetenz ausgehen.

Viel Freude und Erfolg für den nächsten Brillenkauf
Ihre Petra Waldminghaus

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Typberatung als Alleinstellungsmerkmal einsetzen

Mit beiden Formaten können Sie anschließend das Thema umfassend in Ihrem Geschäft anbieten und Ihre Kunden begeistern